Schul-Chronik (Schrift von 1918)

 

 

 

Die Schulchronik Steinheims wird im Stadtarchiv der Stadt Hungen verwahrt.
Sie umfasst die Jahre 1787 – 1930 und beschreibt unter anderem die drei verschiedenen Gebäude, in denen die Steinheimer Schule untergebracht war.

Da diese Chronik handschriftlich in Sütterlinschrift verfasst wurde, hat Gunter Schmidt (Steinheim) diese alten Dokumente fotografiert und in unsere gegenwärtige Schrift übertragen.

Wir planen, die Chronik im Herbst bei einer öffentlichen Veranstaltung im Bürgerhaus vorzustellen.

 

 

 

Teilweise sind Fotos eingeklebt.
Diese Seite zeigt die drei Standorte in Steinheim von 1787, von 1845-1847 und ab 1913 (im jetzigen Bürgerhaus).

 

 

 

Einleitung (Ausschnitt) in Sütterlinschrift
  Einleitung

Nicht auf behördliche Verfügungen hin, sondern bestrebt, die ganze Kraft meines Lebens in den Dienst der Schule u. Volksbildung zu stellen, veranlassten mich, eine Zeitgeschichte der Schule unseres Dorfes abzufassen. Soweit nötig wird dabei auch die Geschichte unserer Heimat mit einbegriffen werden müssen.

Leider habe ich an meinen früheren Amtsstellen in Staufenberg u. Eckartshausen eine derartige Schulgeschichte nirgends vorgefunden. Höchstens aus den dürftig vorhandenen Gemeindeakten konnte man mühsam die einzelnen Entwicklungsstufen der Schule und des Lehrerstandes herausfinden, u. diese waren noch nicht jedermann zugängig.

Es wäre mein Wunsch, jede Schule möchte in den Besitz einer solchen Schulgeschichte gelangen.

  Bis zum Jahr 1787 besuchten die Kinder von Steinheim die Schule zu Rodheim, wohin auch die Kinder von Rabertshausen gingen. Der erste Schullehrer zu Rodheim wird 1666 angeführt. Er hieß Johann Georg Pauli. Weiterhin wird im Jahr 1723 der Schullehrer Andreas Burk genannt. Der Lehrer, unter dem die Abtrennung der Schule Steinheim stattfand, hieß Adolph Belzer.

Nachstehend die Abschrift der Abtrennungs-Urkunde.

P.P.
Nachdem die Anlegung einer eigenen Schule zu Steinheim u. deren Absonderung von der Rodheimer Schule höchsten Orts auf erstatteten unterthänigsten Bericht dergestalt genehmigt worden ist, daß die Gemeinde Steinheim auf ihre Kosten ein eigenes Schulhaus, u. zwar von Steinen erbaut, wobei auf eine helle, geräumige und hohe Schulstube hauptsächlich zu sehen ist, und zu welchem Ende derselben eine Collecti in den sämtl. fürstl. Landen extra ordinem verwilligt worden, daß aber auch Gemeinde Steinheim ihrem neu anzustellenden Schullehrer jährl. abgebe

a) Acht Achtel Corn
b) die gemeinen Alimente
c) den jährl. Nutzen von 3 Stück Ackerland u. 3 Feldern
d) von jedem Schulkind jährl 20 alb, wogegen